Chilisauce fermentiert

Urheber/Quelle:
Tobias Müller in FORUM Gesundheit 3/2018

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  • Saucen & Dips

Anmerkungen:

Der Botaniker unterscheidet 25 Chili-Arten. Die enorme Vielfalt unserer kultivierten Chilis geht auf nur fünf davon zurück.

Der Chili wird (in Mexiko) vor allem getrocknet verwendet: Der Prozess konzentriert seinen Geschmack nicht nur, er sorgt auch dafür, dass dank chemischer Reaktionen in ihr ganz neue Aromastoffe entstehen, die der frischen Frucht fehlen.

Capsaicin spricht die gleichen Synapsen an, die auch steigende Temperaturen registrieren, weswegen es sich in unserem Mund heiß anfühlt. Außerdem führt es dazu, dass der menschliche Körper mehr Adrenalin ausschüttet und sich unser Herzschlag erhöht - wie von anderen aufregenden Empfindungen wollen wir immer mehr davon. Capsaicin lässt uns schwitzen, erhöht die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an: Wenn wir scharf essen, verbrennen wir mehr Kalorien. Einiges deutet darauf hin, dass wir von scharfem Essen schneller satt werden. Außerdem wirkt es antibakteriell und schimmelhemmend - ein Allroundtalent.

  • Chilis
  • Salz
  • Wasser

Chilis entstielen und in einen Gefrierbeutel mit Zippverschluss geben. So viel Salzwasser zubereiten, dass damit alle Chilis bedeckt sind (das Wasser muss 5% Salz enthalten, also 50 g pro Liter). Alle Luft aus dem Gefrierbeutel herauspressen und schließen (sehr gut geht das, wenn man das Waschbecken mit Leitungswasser füllt, den Gefrierbeutel langsam darin versenkt und währenddessen zuzippt). An einem warmen, dunklen Ort etwa zwei Wochen gären lassen. Chilis abgießen und Wasser aufheben. Chilis passieren und durch ein feines Sieb streichen. Mit Gärwasser verdünnen bis eine sämige Sauce entsteht. Im Kühlschrank hält sie mehrere Monate.

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